Nachdem ich nach Vorstellen meines schottischen Dudelsackspielers in Spur anderweitig gefragt wurde ob ich nicht die Entstehung einer solchen Figur zeigen könnte, hab ich mich entschieden auf meiner Homepage ein Verzeichnis zu erstellen wo ich verschiedene Modellbahnbasteleien online stellen werde. Das erste Projekt ist nun der schottische Bagpiper, ich hoffe das noch viele folgen werden.
Wie bastle ich mir einen schotttischen Bagpiper in Spur N:
Die Materialien: Sekundenkleber, eine weibliche Miniaturfigur mit Rock, eine männliche Miniaturfigur (am besten mit Jacket), Zahnstocher, Zange oder Pinzette, Seitenschneider, 0,3mm Draht, Skalpell, Farben (ich habe dazu Acrylfarben von Marabu und Gunze verwendet). Im darunter liegenden Bild ist eine Übersicht zusehen.
Als erstes wurden die Figuren geteilt, d.h. die Männliche Figur wurde ihres Unterleibs beraubt und die weibliche ihres Oberteils. Bei dem Weiblichen Unterleib ist dann ggf. Angüße von Jacken oder Ärmeln zu entfernen.
Hier nun die beiden Hälften der zukünftigen Figur, wer nur einen Schotten mit Kilt darstellen will kann nun die beiden Hälften mit Sekundenkleber (es geht auch Kunststoffkleber) zusammenfügen und anschließend nach belieben bemahlen, da ich aber einen Dudelsackspielenden Highlander darstellen will, geht es weiter. Zunächst müssen die beiden Arme der Figur unterhalb der Schulter vorsichtig mit einem Skalpel vom Torso getrennt werden. (vorsichtig, damit die Arme noch an den Schultern vom Männchen fest sind) Dann werden sie in die gewünschte Lage gebracht.
Als nächstes werden die beiden Hälften des besseren Handlings wegen, mit Sekundenkleber zusammengeklebt. Anschließend werden aus kleinen Abfallstücken (hier ein Schuh des Herrenuntereils und ein Fitzelchen das früher mal ne Tasche bei der weiblichen Figur darstellen sollte). Der Schuh wird zwischen linken Arm und gedachten Reisverschluß auf der Vorderseite der Figur geklebt, das andere Fitzelchen auf der Rückseite. Diese beiden Stückchen sollen den Luftsack des Dudelsacks darstellen. Dann wird aus 0,3mm starken Draht (hier eine Gitarrenseite) die 3 Bordunflöten, die Blowpipe und die Chanter (Spielflöte) abgeschnitten. Dabei geht man mit Augenmaß daran, das einzige worauf man achten sollte ist, daß die Bordunflöte die am Kopf der Figur anliegt diesen überragt.
Unser schottischer Freund ist jetzt im "Rohbau" fertig. Als nächstes steht die Lackierung/Bemalung an. Zunächst habe ich die Beine und das Gesicht hautfarben angemalt. Anschließend kam der Kilt dran, der eine tannengrüne Farbe erhielt. Nachdem das alles getrocknet war, wurde der Luftsack mit rostrot bemalt und nach dem trocken wurde die Jacke mit Zementgrau versehen. Das ganze wieder trocknen lassen. Anschließend bekam unser Highlander noch Kniebundstrümpfe in Kalkweiß, und einen blonden Haarschopf. Zu guter letzt wurden die Drahtstücke und die Schuhe schwarz angemalt. Da ich keine passenden Pinsel für diese feinstmotorische Tätigkeit hatte, verwendete ich für die ganze Anmalaktion Zahnstocher, was meiner Meinung nach prima funktionierte.
Hier nun die Rück- und Vorderansicht, sowie meine beiden Schotten vereint beim musizieren.
Hausbau:
Nachdem das Angebot an britischen Häuschen bei uns sehr beschränkt ist, und ich nicht warten wollte bis das bestellte Material eintriftt und auch das Angebot an gekalkten Häuschen wie sie in Schottland weit verbreitet sind bei den Herrstellern nur dünn gesät sind. Hab ich mich zum Selbstbau entschieden. Dazu habe ich die Maße von einem Bilt Eezie Kartonbausatz übernommen und auf 1mm Balsaholz übertragen, dann habe ich das ganze ausgeschnitten und dann die Wandteile mit weißen Papier beklebt und dort die Fenster und Türöffnungen ausgeschnitten. Dann habe ich die Wände zusammengeklebt und in den Ecken von Innen mit kleinen Holzleisten verstärkt. Dann das ganze mit Acrylfarbe Kalkweis von Gunze bemalt. Als Fenster hab ich die Fenster aus dem Bilt Eezie Bausatz ausgeschnitten. Hier nun ein paar Bilder.
So das Dach ist auch auf seinem Platz, dazu hab ich einen Reste eines Metcalfe Baussatzes verwendet, da bei diesem oft noch Mauern und Dach extra aufgedruckt sind zum kitbashen. Habe mich aber leider beim anzeichnen vermessen und mußte daher ein 5mm Streifen Dach einsetzen. Es fehlen noch die Chimney Pots, sozusagen die Ofenrohre. Zum Größenvergleich meine beiden Bagpiper.
Nachdem mein erster Versuch im Hausbau geklappt hat, habe ich mich an das nächste Projekt heran gewagt. Dabei handelt es sich um einen Güterschuppen (auf engl. goodsshed) in Holzbauweise, wie er auf den britischen Inseln früher überall zufinden war. Als Vorlage habe ich wieder einen Kartonbausatz von Bilt eezie verwendet. Die Abmessungen der Seitenwände habe ich wieder auf ein 1mm starkes Balsabrett übertragen. Anschließend habe ich mit einem Zahnstocher und Geodreieck die Bretter eingeritzt. Doch Vorsicht bei zustarken Aufdrücken kann es dann beim Ausschneiden passieren, daß sich die Wände in Einzelteile auflösen. Ist mir leider passiert. Wenn dies passiert aber nicht den Kopf hängen lassen. Ich hab diese Teile auf ein Stück Papier so geklebt, das es wieder ein Wandteil ergibt. Anschließend habe ich aus dem Kartonbausatz aus dem ich schon Teile für das oberer Häuschen verwendet hatte, ebenfalls Fenster und Tür ausgeschnitten und beim Güterschuppen eingebaut. Wenn alles zurecht geschnitten ist und ggf. der Kleber trocken ist, kann mit dem Zusammenbau begonnen werden. Um den Klebekanten an den Hausecken mehr Stabilität zugeben habe ich in die Ecken Holzleisten geklebt. Als der Kleber durchgetrocknet war habe ich den Güterboden eingepaßt. Der nächste Schritt wird dann das Anmalen sein.
Hier der Rohbau mit dem Bilt Eezi Bausatz im Hintergrund und daneben nochmal der Güterschuppen in Nahaufnahme.
So der Güterschuppen ist fertig
Ratio Models Signalbausatz:
So hab heute mal mit dem Zusammenbau eines Signalbausatzes von Ratio Models begonnen. Der Signalbausatz ist ein Lower quadrant Signal, d.h. der Signalflügel zeit ca. 45 nach unten wenn Fahrt frei angezeigt wird. Da in Großbritannien außer bei der GWR aber nach dem Grouping (1923) es fast nur noch upper quadrant Signale gab hab ich den Bausatz dementsprechend geändert, ist relativ einfach, denn man muß nur den Signalflügel umdrehen, also die Vorderseite schaut nach hinten und die Rückseite schaut nach vornt.
Im linken Bild ist der Stellhebel und das Signal zusehen. Im rechten Bild ist das Signal nochmal zusehen und links daneben der Vorsignalflügel. Es fehlen noch die Details, aber das Signal ist einsatzbereit.






